Abschlussarbeiten

Die Professur bietet fortlaufend Möglichkeiten für Bachelor- und Masterarbeiten (oder vergleichbare Arbeiten). Themenvorschläge aus unseren Forschungsschwerpunkten finden Sie unten. Sollten aktuell keine Themen ausgeschrieben sein, können Sie uns trotzdem gerne kontaktieren (spannende Fragestellungen sind meist vorhanden). Gerne können Sie auch eigene Themen mitbringen, wobei eine vorherige Absprache mit dem Betreuer oder der Betreuerin notwendig ist. Bei Interesse richten Sie Anfragen zur Betreuung von Abschlussarbeiten an Prof. Andre Pittig.

Schwerpunkt Experimentelle Psychopathologie und Psychotherapie
  • Wie lässt sich positive Stimmung optimal induzieren? Wie wirkt sich die Induktion von positiver Stimmung auf Vermeidungsverhalten aus? Positive Stimmung kann durch versch. Kurzinterventionen induziert werden, z.B. ein positives Imaginationstraining. Unter kontrollierten Laborbedingungen sollen hier verschiedene Kurzinterventionen verglichen werden und in einem nächsten Schritt ihre Auswirkung auf Vermeidungsverhalten untersucht werden. Mehrere Abschlussarbeiten können hierzu vergeben werden.
  • Die Rolle des Erwartungsfehlers beim Verlernen von Furcht. Die Widerlegung von angst- und furchtrelevanten Erwartungen (Befürchtungen) wird als zentraler Mechanismus für das „Verlernen“ von Angst und Furcht diskutiert. Es liegen jedoch wenige experimentell-kontrollierte Befunde vor. Hier soll das Ausmaß des Erwartungsfehlers experimentell manipuliert werden und die Effekte auf unmittelbare Furcht sowie deren Rückkehr überprüft werden.
Schwerpunkt Smartphone-basierte Alltagsforschung
  • Wie wirken sich Schwankungen in positiver Stimmung, Selbstwirksamkeit und Stresstoleranz auf Annäherungs-Vermeidungs-Motivation aus? (Master) Die Motivation, unangenehme Situationen wie etwa das Halten einer öffentlichen Rede, zu vermeiden, variiert innerhalb einer Person. Hier soll anhand einer 14-tägigen Smartphonebefragung untersucht werden, wie die alltäglichen Schwankungen in der Stimmung, Selbstwirksamkeit und Stresstoleranz dazu beitragen und welche Rolle soziale Ängstlichkeit dabei spielt (Software und Programmierung bereits vorhanden).
Schwerpunkt Angststörungen und Expositionstherapie
  • Was befürchten Patienten*innen während der Exposition? (Bachelor/Master) Während traditionelle Expositionsmodelle Angsthierarchien und Habituation betonen, fokussieren neuere Ansätze auf die Widerlegung von Bedrohungserwartungen (Befürchtungen).  Hier sollen die individuellen Befürchtungen, die Patienten*innen im Rahmen von naturalistischen Expositionsübungen in einem standardisierten Übungsprotokoll angeben, inhaltlich analysiert werden.
  • Die Rolle erlebter Angst vs. subjektiver Befürchtung in der Exposition. (Bachelor/Master) Obwohl Exposition als Methode der ersten Wahl gilt, sind die genauen Wirkprozesse unklar. Hier sollen zwei potentzielle Wirkprozesse untersucht werden:  Erlebte Angst und deren Habituation sowie die Widerlegung von Befürchtung.
  • Wie verändert sich individuelles Vermeidungsverhalten im Therapieverlauf? (Bachelor/Master) Vermeidungsverhalten ist ein zentrales Symptom bei Angststörungen und die Reduktion pathologischen Vermeidens zentral für einen langfristigen Therapieerfolg. Hier soll untersucht werden, wie sich individuelle Vermeidung, erfasst durch einen neu entwickelten Fragebogen, über den Verlauf einer Therapie entwickelt.

Die inhaltlichen Aspekte verschiedener Abschlussarbeiten unterscheiden sich je nach Fragestellung. Der formale Ablauf lässt sich in einzelne Schritte zusammenfassen. Bitte beachten Sie hierbei immer die Studiengangsordnung und allgemeinen Hinweise zur Gestaltung von Abschlussarbeiten in ihrer aktuellen Fassung.

  1. Kontaktaufnahme mit Betreuer oder Betreuerin (Bitte planen Sie ausreichend Vorlauf bis zum tatsächlichen Start ein).
  2. Festlegung des Themas und der Methodik (z.B. laborexp. Studie, Smartphonebefragung, Auswertung klinischer Daten).
  3. Erstellen eines Exposés: Das Exposé sollte kurz (!) in die inhaltliche Fragestellung einführen. Der Schwerpunkt liegt auf der Formulierung der allgemeinen Fragestellung, der daraus abgeleiteten Hypothesen und der methodischen Operationalisierung und statistischen Auswertung (wird mit Betreuer oder Betreuerin abgesprochen). Der Betreuer oder die Betreuerin geben Rückmeldung zum Exposé, sodass am Ende gemeinsame Übereinstimmung bzgl. der Fragestellung und des Vorgehens besteht.
  4. Anmeldung der Arbeit beim Prüfungsamt.
  5. Datenerhebung und/oder Auswertung.
  6. Verschriftlichung der einzelnen Abschnitte (meist Einleitung, Methoden, Ergebnisse, Diskussion) mit Rückmeldung durch den Betreuer oder die Betreuerin.
  7. Finalisierung und Abgabe beim Prüfungsamt. Für die Ausfertigung der Arbeit, die Ihrem Betreuer oder Ihrer Betreuerin übergeben wird, legen Sie eine CD oder einen USB-Stick bei, der einen kompletten Datensatz + Auswertungs-Syntax + Ausgabe sowie ggf. die genutzten Materialien enthält.
  8. Begutachtung nach dem allgemeinen Bewertungsschema des Instituts und Notenverbuchung. Sollten Sie eine vorläufige Bestätigung („mindestens bestanden“) für eine zeitkritische Bewerbung (z.B. Masterplatz, Weiterbildung, Promotionsstelle) benötigen, sprechen Sie dies bitte vor Abgabe mit Ihrem Betreuer oder Ihrer Betreuerin ab.

Master:
  • Johanna Schmidt: Generierung und Evaluation einer Behandlungs-Empfehlung für zwei verschiedene Arten der Expositionstherapie anhand des Personalized Advantage Index im Rahmen des Projekts PROTECT-AD
  • Friederike Dietz: N.n.
Bachelor: